Welche Funktion haben die sog. LBMA Barren

160-LBMA-Barren
160-LBMA-Barren

Diese Standard Goldbarren  mit Gewichten von 12,44Kg, entsprechend 400 Unzen, sind Gussbarren aus Feingold in Qualitäten ab 995‰

Die London Bullion Market Association LBMA ist eine Vereinigung,  die für den internationalen Handel bestimmte Regeln zu Feingehalten und Gewichten für den Barrentransfer erstellt hat. Hiermit können standardisierte Edelmetallübertragungen zu definierten Bedingungen abgewickelt werden.

Nur für institutionelle Händler wie Staaten, Zentralbanken, Investmenthandel, grosse Scheideanstalten

Es sind Transfers mit sehr grossen Handelsvolumina. Der Börsenhandel für Edelmetalle erfolgt in Europa an der London Stock Exchang. Die LBMA regelt als private Institution diese weltweiten Edelmetalltansfers zu den Handelsplätzen in London, Dubai, New York, u.a.

Für den großvolumigen Börsenhandel

Edelmetallhandel erfolgt weltweit im Tonnenbereich. Um standardisierte Stücke virtuell und schnell handeln zu können hat die „London Bullion Market Association“  mit den Standardbarren ein Qualitäts- und Grössenmaß festgelegt. Um am internationalen Börsenhandel mit Edelmetallen teilnehmen zu können müssen die Standard Barren des jeweiligen Teilnehmers zugelassen sein. Ein hoher regelmäßiger Mindestmetallumsatz an Standard-Goldbarren muss dort abgewickelt werden.

Keine Voraussetzung für Erzeugung und Handel von Anlagebarren für Endverbraucher

Die allgemeine Handelsfähigkeit von Goldbarren für den Verbraucherhandel und den Handel mit Investmentbarren regelt nicht die LBMA, sie wiederum ist vielmehr international durch festgelegte Vorgaben für die Handelsfähigkeit von Anlagemetallen aus Edelmetallen reguliert und nicht durch die Mitgliedschaft in der privaten Organisation LBMA.
Beispiel: Ögussa in Wien, kein LBMA Mitglied, Barrenerzeuger für den Verbraucherhandel,

 LBMA Barren – Zu groß für Privatpersonen

Mit einem Barrengewicht von  12,44kg  = 400 oz für private Investoren viel zu gross. Mit einem Kurs von 436.000.- Euro/Stück  am 01.08.2017 spielen Sie daher im täglichen Edelmetallhandel mit Endverbrauchern keine Rolle. Ausserdem weisen sie mit oft nur 995‰ geringere Feingehalte als die üblichen Handelsbarren auf. Scheideanstalten scheiden diese Barren für den Verbraucherhandel aus diesem Grund erneut auf die heute übliche Reinheit von 999,9.

Keine Annahme durch Banken

Scheideanstalten raffinieren die Standard LBMA Barren erneut zu Feingold 999,9. Banken nehmen sie von Privatlieferanten nicht an. Beim Ankauf von LBMA Standardbarren als Einzelstück an Gold und Silberscheideanstalten fallen dadurch regelmäßig Scheidekosten für die Raffination auf die Qualität 4N an.

Goldbarren des täglichen Gebrauchs, wie sie für Händler, Verbraucher oder Privatanleger üblich sind, sollten möglichst einen aufgeprägten Feingehalt von mindestens 999,9‰ aufweisen, und von einer öffentlichen Scheideanstalt wie z.B. der Norddeutschen Edelmetall Scheideanstalt oder anderen Edelmetallherstellern erzeugt sein.

 

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