Einsatzbereiche

 

Die frühe Verwendung von Gold war zweifellos ornamental. Seine Brillanz, Beständigkeit (es korrodiert nicht) und seine einzigartige Farbe, Weichheit und Bearbeitbarkeit verbanden frühere Zivilisationen mit Gottheiten und Königen. Gold wurde in der Antike zu Schreinen und Idolen („das goldene Kalb“), Teller, Tassen, Vasen und Gefäße aller Art und natürlich Schmuck zur persönlichen Verzierung verarbeitet. Aber auch Boote, Streitwagen und Särge wurden aus Gold gemacht. Dies war eine Zeit, in der Gold hoch geschätzt wurde, aber noch nicht zu Geld geworden war. Vielmehr gehörte es den Mächtigen, die gut untereinander vernetzt waren, oder es wurde zu Kultobjekten geformt und zur Dekoration heiliger Orte verwendet.

Gold wird zu Geld

Die erste Verwendung von Gold als Geld erfolgte um 700 v. Chr., als lydische Kaufleute die ersten Münzen herstellten. Das waren einfach gestempelte Klumpen einer 63%igen Gold- und 27%igen Silbermischung, bekannt als „Elektrum“. 564 v. Chr. Entwickelte König Krösus von Lydien eine verbesserte Goldraffination, sodass er die erste standarisierte Goldwährung der Welt prägen konnte. Gold wurde nun zu Geld. Krösus brachte Gold- und Silbermünzen in Umlauf. Es gibt auch Vermutungen, dass Goldmünzen bereits davor u.a. in China als Geld genutzt wurde. So wurde Gold später gegen Schuldscheine und Papiergeld getauscht, bevor das Geld, dass wir heute kennen, die alleinige Stellung des Goldes als Geldwert eingenommen hat. Und dennoch besitzt Gold heute einen höheren Wert als Papiergeld. Nicht nur, dass es schöner, langlebiger und begehrter ist. Heute würde wohl niemand an der Kasse seine Goldmünze rausholen. Wer Goldmünzen besitzt, hütet sie wie einen Schatz. Gold wurde in immer mehr Einsatzgebieten verwendet.

Während drei Viertel des weltweiten Goldvolumens für Schmuck verarbeitet wird, mehren sich die Einsatzmöglichkeiten von Gold in anderen Bereichen. Ob als Gold-Nanopartikel in der Biomedizin, extravagant als (Nahrungszusatz? Blattgold im Schnaps),  oder sogar in der Astronautik. Gold ist ein Tausendsassa. Der Grund hierfür liegt in seinen wertvollen und vielfältigen Eigenschaften.

Gold, das Multitalent

Gold verbindet sich optimal mit anderen Metallen. Es korrodiert nicht und lässt sich nur von wenigen Säuren angreifen. Es löst nur in Einzelfällen Allergien aus. Bakterien haben keine Chance auf Gold zu entstehen oder zu überleben. Es ist toxikologisch unbedenklich. Ein Gramm Gold kann zu einem mehr als drei Kilometer langen Faden (0,006 Millimeter) verarbeitet werden. Es ist leicht zu verarbeiten und dient sogar als Schmiermittel in der Raumfahrt. Über zehn Prozent des Goldverbrauchs geht in die Elektrotechnik. Denn das Edelmetall ist ein sehr guter Stromleiter. Aufgrund der Verarbeitbarkeit und hervorragenden Kontakteigenschaften befindet sich das Edelmetall in Leiterplatten, in Mikrochips für Smartphones, Navigationssystemen, Fernsehern, Schaltern und vielen weiteren elektrischen Gegenständen des täglichen Bedarfs.

Gold-Nanopartikel zufällig entdeckt

Intensiv erforscht werden die Einsatzmöglichkeiten von Gold im Nanomaßstab (Ein Nanometer ist ein Milliardstel Meter). Bereits vor hunderten von Jahren wurde Gold-Nanopartikel angewendet. Römische Kunsthandwerker mischten Goldchlorid in geschmolzenes Glas und so entstanden, ihnen damals unbewusst, feinste Goldpartikel, die die Gläser der Kirchenfassaden rot färbten. Heute sind Gold-Nanopartikel gefragter denn je. Besonders in der Biotechnologie und Biomedizintechnik sind die Edelmetallteilchen begehrt.

 

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