Goldankauf-WIKI Kommentare

Ist das erlaubt?

Ich wollte mein Gold zum besten Preis verkaufen und habe darum bei Google Goldankäufer gesucht. Ich habe dabei natürlich auf diejenigen besonders geachtet, die die mit den besten Preisen warben.

Die Fa. SchieferCo am Hamburger Haupbahnhof wies einen Goldpreis von 37,62 für das Gramm Gold aus. Dies war für mich eindeutig der beste Tagespreis den ich in Hamburg fand. Darum wollte ich dort meine 3 Goldbarren verkaufen, es waren 2 Stück mit 50 Gramm von der Sparkasse und ein älterer DegussaBarren von 10 Gramm. Insgesamt 110 Gramm  bestes Gold.

Was ich dann aber dort im Ankaufsraum erlebte empfand ich wie Betrug

Beispiel fotografiert am 11.12.2018 um 14,19 WEBSEITE: SchieferCo Hamburg: siehe screenshot

Schiefer Goldpreis

(Belege: Auszug chronologischer Kursverläufe der Edelmetall-Börse London am 11.02.2018 )
Der für den Verkauf an der Londoner Börse gezahlte Kurs incl. Händlermarge betrug jedoch am 11.12.2018 um dieselbe Zeit Euro1097,60/oz was folglich einem Börsenkurs von 35,29 Euro/ Gramm entspricht.

Der für den Kauf an der Londoner Börse gezahlte Kurs betrug jedoch Euro1097,70/oz was folglich einem Börsenkurs von 35,30 Euro/ Gramm entspricht.
Der von diesem Unternehmen veröffentlichte Goldkurs liegt also angeblich 2,33 Euro über den offiziellen Börsenkursen für das Edelmetall Gold. Hier wird ganz offensichtlich mit falschen Informationen und Preisen gearbeitet, die Kunden die diese Seite besuchen, dürfen sich hierzu ihre eigene Meinung machen. Wir möchten es nicht kommentieren.

Wäre man, wie behauptet, eine „Scheideanstalt“, ständen dem Unternehmen die Handelsmöglichkeiten an der Börse und die direkte Ansicht zur Verfügung. Es gibt keine Scheideanstalt die es sich leisten kann, ihre Metallmengen nicht sofort zu handeln. Dies tun nur die Unternehmen die ihre Edelmetalle an Scheideanstalten weiterreichen und dort handeln lassen.

Weitere Fähigkeiten, mit denen man sich brüstet. Hier fallen besonders die Spezialbetriebe der Chemie immer wieder auf, die es offensichtlich überall zu geben scheint. Die sog. Scheideanstalten. Auch in Hamburg findet man so werbende Firmen. Nur gibt es in Hamburg nach unserem Kenntnisstand tatsächlich kein Unternehmen ausser der Aurubis im Industriehafen welches im Sinne der Bezeichnung hierzu in der Lage wäre.

Man brüstet sich gern mit dem alt-ehrwürdigen Begriff der „Scheideanstalt“. Es wirkt so furchtbar kompetent. Und je länger man sich schon dieses Begriffes bedient, desto wahrer erscheint den Kunden die Behauptung. Nur bleibt es doch in den meisten Fällen beim schnöden Goldankauf und Goldverkauf. Nehmen wir die Hansestadt Hamburg. Wie man weiß, gelten auch hier die gesetzlichen Vorschriften zum Betrieb eines Spezialbetriebes der Edelmetallchemie in besonderem Maß.

Scheideanstalten unterliegen besonderen Anforderungen hinsichtlich des Umweltschutzes, und der Standortvoraussetzungen. Nur in Gewerbe und Industriegebieten werden diese Unternehmen nach eingehenden Prüfungen durch die unteren Wasserbehörden und die jeweiligen Umweltämter zugelassen. In einer zentralen Lage, wie am verkehrsreichen städtischen Bahnhof oder in Citybürolagen, wäre dies für eine echte Scheideanstalt schlichtweg nicht möglich. Und nur weil so mancher Betrieb schon so lange Gold ankauft oder Bleche und Drähte abschnippelt oder ein Vergoldungs- oder Rhodinierungsbad besitzt oder den für Kleinstanwendungen ausgelegten Goldhunter verwendet, mit dem auch der Laie zuhause im Zwergenmassstab Metalle gewinnen kann, macht einen diese bunte Mixtur an Edelmetalldienstleistungen nicht zu einer Scheideanstalt im Sinne der bekannten Unternehmen.

Kunden werden bewusst getäuscht, wenn Leistungen, die von einer echten Scheideanstalt erbracht werden, tatsächlich nicht selbst erbracht werden können. Das Scheiden von Edelmetallen in relevantem Umfang mit industriellen Methoden.

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